Gewebeuntergang (Nekrose) des Luftröhrenknorpels mit nachfolgender sog. Luftröhrenerweichung. Normalerweise wird die Luftröhre durch den Knorpel offen gehalten. Erschlafft die Luftröhrenwand wie bei der Tracheomalazie, so besteht beim Atmen die Gefahr der Luftröhrenverengung oder des Luftröhrenverschlusses. Die Sauerstoffversorgung des Blutes kann dadurch massiv eingeschränkt werden, Atemnot ist die Folge.
Ursache: Neben einer angeborenen Tracheomalazie kann diese auch erworben werden im Rahmen von Verletzungen, Entzündungen, nach längerer künstlicher Beatmung oder auch durch Druck von außen, z. B. durch eine vergrößerte Schilddrüse.
Befund: Neben der Atemnot tritt häufig ein pfeifendes Atemgeräusch (Stridor) auf.
Behandlung: Um die Luftröhrenöffnung zu stabilisieren, kann ein Metallnetz (Stent) eingelegt werden oder die Stelle mit Knorpel aus anderen Körperpartien verstärkt werden.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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