entzündliche Reaktion der Lymphdrüsen auf Krankheitserreger, insbesondere Bakterien und Viren, die über die Lymphbahnen eingeschleppt wurden.
Befund: Die Lymphknoten sind vergrößert, weich und lassen sich gut verschieben. Sie reagieren schmerzhaft auf Druck. Nicht selten ist die Haut darüber gerötet und erwärmt, häufig sind außerdem Fieber und ein beeinträchtigtes Allgemeinbefinden. In der Blutuntersuchung gibt die Veränderung des Blutbildes einen Hinweis auf die Ursache der Lymphknotenentzündung, z. B. ist die Anzahl der weißen Blutkörperchen besonders bei bakterieller Lymphknotenentzündung stark erhöht. In Zweifelsfällen wird der betroffene Lymphknoten mittels Sonografie untersucht. Eine diagnostische Punktion oder Lymphknotenentfernung ist gelegentlich notwendig, insbesondere bei Verdacht auf eine Erkrankung mit Mykobakterien (Tuberkulose).
Behandlung: Eine Therapie ist bei den meisten viralen Lymphknotenentzündungen nicht notwendig. Bakterielle Lymphknotenentzündungen können bei frühzeitiger Diagnose mit intravenösen Antibiotika behandelt werden. Ein durch Bakterien infizierter Lymphknoten neigt zur Vereiterung und muss daher oft chirurgisch geöffnet werden.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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