Hohlraum im Lebergewebe, der häufig mit Flüssigkeit gefüllt ist.
Ursache: Die Leberzyste kann als Fehlbildung angeboren sein. Die angeborene Zystenleber ist vollständig von Zysten durchsetzt. Die parasitäre Leberzyste entwickelt sich nach einer Infektion mit einem Hunde- oder Fuchsbandwurm (Echinokokkose). Eine Leberzyste kann auch Folge einer Gewalteinwirkung auf die Leber sein. Die Leber kann mehrere Zysten enthalten.
Befund: Da die Leberzyste meist keine Beschwerden bereitet, ist sie häufig ein Zufallsbefund bei einer Ultraschalluntersuchung. Die Computertomografie stellt die Leberzyste noch genauer dar.
Behandlung: Eine Leberzyste wird operativ entfernt, wenn aufgrund ihrer Größe oder Lage Komplikationen zu erwarten sind (z. B. eine Verstopfung großer Gallengänge oder ein Zystendurchbruch). Parasitäre Leberzysten werden ebenfalls operativ entfernt, gleichzeitig ist eine medikamentöse Behandlung notwendig, um eine Ausbreitung des Erregers zu verhindern. Manche parasitären Leberzysten wachsen infiltrierend, was die Entfernung unmöglich macht und eine alleinige medikamentöse Therapie erfordert. Unter Umständen kann eine Lebertransplantation notwendig werden.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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