Knochenerkrankung, bei der das Knochenmark durch faseriges Bindegewebe ersetzt wird. Am häufigsten werden die Röhrenknochen befallen, gelegentlich auch Schädel und Becken. Die Krankheit entwickelt sich meist in den ersten zehn Lebensjahren und kann in der Pubertät zum Stillstand kommen. Die Ursache ist unbekannt.
Befund: Die Krankheitszeichen sind nicht spezifisch und ähneln denen anderer Knochenkrankheiten (z. B. Knochentumoren, Chondrom). Es treten Knochenschmerzen und eine zunehmende Verformung der Knochen auf. Die Gefahr für Knochenbrüche ist erhöht. Häufig ist die Jaffé-Lichtenstein-Krankheit kombiniert mit sexueller Frühreife, bräunlichen Pigmentveränderungen der Haut und Störungen der innersekretorischen Drüsen (McCune-Albright-Syndrom).
Behandlung: Die Krankheitsherde werden mithilfe der Kernspintomografie regelmäßig kontrolliert. Bei Gefahr von Knochenbrüchen oder Verformungen werden die Herde operativ entfernt und mit Knochensubstanz wieder aufgefüllt.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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