akute und manchmal lebensbedrohliche Infektionskrankheit in den Tropen, die durch Mücken übertragen wird. Sie geht mit einer Blutungsneigung einher und wird deshalb der Gruppe der hämorrhagischen Fieber zugerechnet.
Ursache: Das Gelbfieber‐Virus kommt in Südamerika sowie in einigen Ländern Afrikas südlich der Sahara vor. Es kann von Mensch zu Mensch oder von Affe zu Mensch (Zoonose) durch Mückenstiche übertragen werden.
Befund: Das Krankheitsbild kann sehr variieren, charakteristisch ist eine zweigipflige Fieberkurve. 3–6 Tage nach Ansteckung tritt zum ersten Mal Fieber auf. Gleichzeitig bestehen Allgemeinbeschwerden wie Kopf- und Gliederschmerzen. Nach einigen Tagen kann das Gelbfieber unter Temperaturabfall ausheilen. Bei einem Teil der Erkrankten steigt das Fieber erneut an; dann können sich schwere Organerkrankungen v. a. der Leber (mit Gelbsucht und Leberschwellung), Nieren und Blutgefäße entwickeln. Charakteristisches Anzeichen dafür ist das Erbrechen von Blut. Häufig entwickelt sich hieraus ein lebensbedrohliches Krankheitsbild mit Nierenversagen und Kreislaufschock.
Behandlung: Eine spezifische Therapie gegen das Virus steht nicht zur Verfügung, sodass nur die Symptome behandelt werden können. Bei schweren Fällen ist eine intensivmedizinische Betreuung erforderlich. Spätestens 10 Tage vor Reisen in die Risikozonen von Afrika oder Südamerika sollte unbedingt eine Schutzimpfung erfolgen, die zuverlässig schützt und gut verträglich ist.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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