meist erworbene, selten angeborene Einengung der Darmlichtung.
Ursache: Zu einer Darmstenose kommt es durch Vernarbung der Darmwand bei chronischen Darmentzündungen (z. B. bei Divertikulitis, Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn) oder durch Geschwülste der Darmwand (v. a. Dickdarmkrebs). Auch eine Einengung der Darmlichtung von außen durch Geschwülste in Nachbarorganen oder durch Verwachsungen im Bauchraum kann die Ursache sein.
Befund: Die Engstelle führt zum Aufstau von Darminhalt mit Verstopfung, kolikartigen Schmerzen, Blähungen und Übelkeit. Eine Zersetzung der aufgestauten Stuhlmassen durch Darmbakterien kann deren Verflüssigung und dadurch plötzlich einsetzende, übel riechende Durchfälle zur Folge haben. Bei länger bestehender Darmstenose kommt es vor der Verengung zur Weitstellung der Darmlichtung (Megakolon) mit der Bildung von Geschwüren und der Gefahr des Darmwanddurchbruchs (Perforation). Die Darmstenose kann zum Darmverschluss (Ileus) führen. Die Diagnose wird durch eine Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung des Darms gestellt.
Behandlung: Fast immer ist eine operative Entfernung der Engstelle notwendig.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 07.12.2010
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